Nadines Kolumne: Heiraten während der Corona-Krise

#loveisnotcancelled

Wenn ich sagen sollte, welcher Begriff mir in den letzten Woche am häufigsten in den Sozialen Netzwerke, insbesondere bei Instagram, aufgefallen ist, dann ist meine Antwort eindeutig: #loveisnotcancelled. Das ist irgendwie zum Hochzeitsschlachtruf geworden.

Schaut man heute auf Instagram, gibt es alleine dort mehr als 58.000 Beiträge mit dem Hashtag „love is not cancelled“ und in fast allen geht es darum, was mit Hochzeiten in Corona Zeiten passiert, wie das Hochzeitsfest jetzt aussieht, wie Brautpaare und Dienstleister entscheiden und handeln, welche Einschränkungen und Möglichkeiten es gibt. Ja, es gab viele Einschränkungen und es gibt immer noch wichtige, alltägliche Regeln, mit denen wir uns gegenseitig schützen.

Aber die Liebe war nie eingeschränkt, #loveisnotcancelled. Das Liebe Feiern, wie wir es bisher kannten, schon. Und uneingeschränkt ist es das auch heute, 7 Monate nach Beginn der Pandemie, noch nicht. Nicht selten sehe ich allerdings Bilder oder erlebe Situationen, die eine andere Sichtweise zeigen: #loveisnotcancelled bedeutet doch nicht, dass wir alle so leben und handeln sollten, als wäre unsere Welt wie immer. Es beutetet in meinen Augen vielmehr, dass die Liebe es ist, die unser Handeln bestimmt. Dass die Liebe unser Antrieb ist. Und das fängt im Alltag an.

Nadines Kolumne: Heiraten während der Corona-Krise
Für Glück, Freude und für's Feiern ist auch in der Corona-Krise genügend Platz - am besten aber auch zwischen den Gästen... | Symbolbild von MichaelGaida auf Pixabay

Mein Alltag hat ganz viel mit Hochzeiten zu tun, und wenn ich da liebevoll und verantwor-tungsvoll handele, dann trage ich eine Alltagsmaske, auch wenn es nicht unbedingt sein muss, wie beispielsweise beim Aufbau einer freien Trauung in einer Location. Oder ich leh-ne die Hand zur Begrüßung, die mir der Vater der Braut entgegenstreckt, freundlich ab und begrüße ihn winkend. Und ich weise meine Brautpaare darauf hin, dass ein Glückwunsch nicht unbedingt mit einer Umarmung einhergehen muss.

In den letzten Wochen merke ich immer deutlicher, dass wir in einer neuen Normalität angekommen sind. Das finde ich gut und wichtig, weil wir ein Stück Normalität brauchen, um zur Ruhe zu kommen. Aber ich stelle auch fest, dass mit der neuen Normalität eine größere Sorglosigkeit aufkommt. Selbstverständlich sehe ich das nicht nur bei anderen, sondern merke es auch an mir selbst.
Wichtig finde ich, dass wir uns dessen bewusst sind und uns immer wieder fragen: Denke und handele ich liebevoll und verantwortungsbewusst? Wenn die Antwort „nein“ ist, dann kann es nicht die richtige Entscheidung oder das richtige Verhalten sein. Diesen Blick dürfen wir, nach meiner Sicht auf die Dinge, jetzt und in den nächsten Monaten nicht verlieren, weil er dabei hilft, dass wir liebevoll handeln und damit weiter bei wunderbaren Hochzeit die Liebe aus tiefstem Herzen und mitVerantwortung füreinander feiern können.

Das wünsche ich mir für alle Brautpaare und für alle Hochzeitsdienstleister - schöne Hoch-zeiten, die ganz viel Liebe versprühen und zeigen: #loveisnotcancelled!

Eure Nadine

Nadines Kolumne: Heiraten während der Corona-Krise

Nadine Lang ist freie Hochzeitsrednerin im Saarland. Sie schreibt als Kolumnistin exklusiv für Heiraten im Saarland.

Alle Beiträge der Kolumne findet Ihr hier: Nadines Hochzeits-Kolumne

Redaktion und Bildauswahl: Stefan Thönes

Nadines Kolumne: Heiraten während der Corona-Krise
Email:post@nadine-traut-euch.de
Web:https://www.nadine-traut-euch.de/

Anzeigen

Über Stefan Thönes 91 Artikel
Als Chefredakteur von heiraten-saarland.de kümmere ich mich um Inhalte und Entwicklung "des" neuen Online-Hochzeitsmagazins im Saarland.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*